Neckarfrühling


seit Ostern ist mein Cholesterinwert penetrant
exorbitant
drum nehm ich die Beine in die Hand
und jogge nicht ganz unbeschwert
ab Hoheneck am Neckarrand

eine Prise
aus der Wiese
dort am Hang
das Tal entlang
schleicht ganz langsam in die Nase
Bärlauch ists, dicht an der Straße

betäubt die Sinne, läßt sie ranken
überspringt Gedankenschranken
ich seh Reiher am Neckarstrand
wo sonst nur eine Blume stand
vor Poppenweiler grunzt ein Keiler
und ein Widder und ein Reh
ich frag mich ob ich das alles wirklich seh

schnell will ich zurück gen Hoheneck
schnell schießender Bärlauch versperrt den Weg
ich ziehe meine Machete, verlasse den Asphalt
kämpfe mich hinein in den wirren Neckar-Urwald

sobald der Bärlauch ausgeblüht
bin ich zurück von diesem Stück
betäubend schönem Wegesrand
wo ich endlich cholesterinfrei Sättigung fand

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